Öffentlichkeitsarbeit

Die Möglichkeiten und Vorteile pferdegestützter Mobilität sind heutzutage in der Regel nur dem Fachpublikum bekannt, in der öffentlichen Wahrnehmung wird der Einsatz von Pferden allzuschnell unter "gestrig" abgelegt und nicht weiter betrachtet. Dies muss geändert werden. Unter anderem mit folgenden Maßnahmen:

  • sachliche Aufklärungsarbeit über die Vorzüge
  • Artikel in Nicht-Fachzeitschriften für die breite Öffentlichkeit
  • Kommentare in online-blogs
  • Beiträge für Think Tanks und Planungsbüros
  • Beiträge in Planungs-Workshops
  • Studien für Entscheidungsorgane auf regionaler, nationaler und EU-Ebene etc.

 

Gemeinnützigkeit

Arbeit für den Schutz von Commons ist gemeinnützige Arbeit, ob mit oder ohne Steuerbegünstigung hängt von der Rechtsform des/der Leistenden ab. Commons oder Gemeingüter zeichnen sich durch gemeinschaftliche Nutzung und deren Erhalt und Pflege aus. Beispiele von Commons sind Wasser, Boden, Kulturtechniken, Haus- und Nutztierrassen usw.

In diesem Sinne ist die Unterstützung und Förderung pferde-gestützter Mobilität gemeinnützig. Sie trägt mittelbar und unmittelbar zum Schutz und Erhalt von Commons bei: Erhalt und Förderung fahrgeeigneter Pferderassen, Pflege lang überlieferter Kulturtechniken im Umgang und Fahren mit Pferden, Land- und Bodenschutz durch Pferdehaltung (bäuerliche Betriebsformen, Ställe, Weiden, Futterland). Pferdehaltung, Ausbildung von Mensch und Pferd und professionelle Fuhrunternehmerschaft eröffnen Perspektiven für kleine und mittlere familiengeführte Betriebe.

Lobbyarbeit

Lobbyismus ist ein weit verbreitetes und öffentlich bekanntes Phänomen in der politischen Szene - in Berlin und Brüssel und in den nationalen EU-Kontaktstellen. Taktschläger sind dabei in weitem Maße Interessensvertretungen der Wirtschaft. Auf Grund ihrer finanziellen Möglichkeiten und damit einhergehender personeller Ressourcen haben sie enorme Möglichkeiten, politische Entscheidungsprozesse in ihrem Sinne zu beeinflussen. Die Interessen der Zivilgesellschaft, also der Allgemeinheit, werden in ungleichem Maße durch NGOs / Non-Profit-Organisationen und ehrenamtlich agierende Privatpersonen repräsentiert.

Die auf umweltfreundlicher Pferdekraft basierende Mobilitäts-Alternative ist durch keine institutionelle Ebene oder Organisation vertreten. Dies muss geändert werden, um durch übergreifende politische und kommunale Leitlinien Bedingungen zu schaffen, die pferdegestützte Mobilität überhaupt ermöglichen.

Vernetzung

Aktuell bestehen auf informeller Ebene Kontakte zwischen Privatpersonen und NGOs, die sich dem Thema verschrieben haben. Die Vernetzung zwischen Unterstützern und Akteuren muss erweitert werden, innerhalb Deutschlands, innerhalb anderer Länder wie auch übergreifend auf EU-Ebene, um eine genügend große Repräsentanz zu erreichen und auf die unterschiedlichsten Entscheidungsgremien zu Raum- und Verkehrsplanung, Stadtgestaltung, Verbindung städtischer/ländlicher Raum etc. einwirken zu können.

Denn die Voraussetzung für eine stärkere Durchsetzung der Mobilitätsalternative ist die cross-sektorale Einbindung in verschiedenste Politikbereiche und Planungsebenen.


Was wir erreichen wollen

Im Einzelnen:

  • Aufnahme eines Pferdewagen-Piktogramms in das "Do The Right Mix"-Logo der EU
  • "European Mobility Week" um Aktionen pferdegestützter Mobilität erweitern
  • Typologisierung geeigneter Mobilitätsszenarien und ihrer Rahmenbedingungen
  • Bereitstellung von Informationsmaterial und Unterstützung für teilnehmende Städte / Gebiete
  • Integration pferdegestützter Mobilität in SHARED SPACE-Konzepte
  • Initiierung und Unterstützung von EU-Projekten zur Förderung pferdegestützter Mobilität in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Energie und Mobilität
  • Initiierung von Kampagnen auf lokaler / regionaler und nationaler Ebene
  • Erstellung von themenspezifischen Daten- und Informationssammlungen und Einrichtung von Informationsdrehscheiben
  • etc...